Heute möchte ich mich mal dem Thema Linkbuilding widmen. Nein, das soll kein Post-Penguin Linkbuilding Artikel werden, denn Multi-Tier-Verlinkung bzw. indirektem Linkbuilding funktionierte schon früher und wurde natürlich auch von vielen bereits früher durchgeführt.

Das Thema ist nicht neu, wird im Grunde seit Jahren als Linkpyramide bereits eingesetzt (zB 10 SB auf einen AVZ Artikel der wiederum zu meiner Seite linkt). Bisher gibt es recht wenige aktuelle Artikel zu dem Thema im speziellen, den umfangreichsten Artikel hatte Maximilian Schirmer bereits 2010 geschrieben. Mir geht es speziell aber darum diese Methode beim Linkkauf zu nutzen. Denn in dem Moment in dem Geld im Spiel ist wird es ja eher nur in Links investiert die zu einem selbst zeigen.
Das es anders geht zeigt die Multi-Tier-Verlinkung.

Was ist die Multi-Tier-Verlinkung?

Es geht nicht (nur) mehr darum Links für die eigene Seite aufzubauen, sondern die (bereits guten) Linkgeber der eigenen Seite weiter zu stärken. Dies wäre eine Tier 1 Verlinkung. Multi-Tier bedeutet jedoch dass man sich noch weiter von der eigenen Seite entfernt und auch in Ebene 4 noch verlinkt. Veranschaulicht wird dies grob in der folgenden Grafik die ich auf die Schnelle zusammen geklickt hab:

multi-tier-linkbuilding

SB = Social Bookmark, AVZ = Artikelverzeichnis, Blog Q1 = mittelstarker Blog, Blog Q2 = neuer / schwacher Blog

Hier habe ich jetzt Spiegel und Stern als Beispiel genommen. Grundsätzlich sollte man jedoch alle stärkeren Linkgeber nutzen und weiter anlinken. Dies kann sowhl ein Artikel von einer Nachrichtenseite sein, als auch von einer fachspezifischen Seite oder auch dem Marktführer der Branche. Schaut euch die stärken Links an die ihr habt und überlegt ob es sich lohnt diese weiter zu stärken. Genau diese sind im weiteren Verlauf meines Artikels mit Trusted Domain bzw. Spiegel-Artikel gemeint.

Wie verlinkt man?

Wie verlinken wir nun genau in welcher Eben und warum sollte ich überhaupt Geld für andere Seiten ausgeben?

Je höher die Ebene desto stärker die Links und desto höher der eigene Aufwand (Zeit/Geld). Sprich den Spiegel-Artikel kann ich locker mit ein paar normalen Bloglinks anlinken die man für 50 – 150 Euro überall kaufen kann. Doch man sollte sich nicht nur hier drauf beschränken, sondern natürlich auch viele weitere Links setzen wie zB in Blogkommentaren oder Foren. Warum? Weil es funktioniert! In den meisten Foren und Blogs wird Spam (zurecht) gelöscht bzw. nicht freigegeben. Grundsätzlich ist es, je nach Forum oder Blog, nicht einfach seinen Link unterzubringen. Aber einen Spiegel-Artikel zu verlinken ist super einfach und klappt fast immer. Dieser lässst sich auch gut in den sozialen Kanälen verteilen. Wenn bereits Kontakte zu Bloggern vorhanden sind ist es immer gut diese zu kontaktieren und zu fragen ob sie nicht über den Spiegel-Artikel schreiben wolle (auch dies klappt oft sehr gut, da es ja nicht die eigene Seite ist die man als Linkziel anbietet).

Grundsätzlich kann hier also die volle Bandbreite an Techniken genutzt werden. Je tiefer in der Ebene wir gehen, desto weniger Aufwand sollte man natürlich betreiben. Irgendwann in dern 3. oder 4. Ebene werden dann nur ein paar wenige SB oder wenige Spam-Links gesetzt.

Die zeitliche Verteilung der Maßnahmen sollte ebenfalls in der obersten Ebene am größten sein. Um den Spiegel-Artikel kümmere ich mich ein paar Wochen und setze immer wieder Links zu ihm bzw. promote den Artikel in den sozialen Netzen. Den Blog in Ebene 4 linke ich 2-5x an kurz nachdem der Artikel erschienen ist und gut.

Optimalerweise erstellt man einen Workflow für das indirekte Linkbuilding selbst. Hier ein kleines Beispiel:

  1. Link von Trusted-Domain besorgen
  2. Trusted-Domain kontinuierlich mit günstigen , weniger starken und mittelstarken Links versorgen und viel sharen (ca. 6-8 Wochen)
  3. Linkgeber der 2. Ebene mit günstigen und weniger starken Links versorgen und sharen (ca. 1-2 Wochen)
  4. Linkgeber der 3. Ebene mit günstigen Links versorgen (einmalig)

Günstige Links = SB, Kommentare, Forenlinks
Weniger starke Links = AVZ, kleine oder neue Blogs
Mittelstarke Links = Blogs der Nische

Vorteile

  • Leichteres Linkbuilding
    Links zu einer Trusted-Domain wie Stern.de oder dem Marktführer meiner Nische zu setzen ist oft viel leichter als zum Beispiel zu meiner KW-Domain
  • Schwerer zu Erkennen
    Dies gilt sowohl für Google als auch für meine Konkurrenz.
    Google schaut sich in erster Linie meine Backlinks an, geht dann den Meter weiter und schaut die Backlinks meiner Linkgeber an. Jedoch ist es für Google viel schwerer festzustellen wer das Linkbuilding beim Linkgeber gemacht hat. Zudem nutzen wir die Methode ja hauptsächlich für Trusted-Domains und da ist bekanntlich auch noch einiges an Schmu möglich, da Google mehr verzeiht.
    Der SEO der meine Seite analysiert muss auch etwas tiefer einsteigen. Da wir SEOs unter chronischem Zeitmangel leiden wird in den meisten Fällen aber wohl nur Ebene 1 betrachtet, bzw. Ebene 2 höchsten aggregiert noch untersucht. Also mal ehrlich, wie oft schaut ihr euch die einzelnen Links der linkgebenden Seiten eurer Konkurrenz an?
  • Günstige Links wieder interessant
    Es können (fast) alle alten Linkbuilding Methoden wieder aus der Schublade hervor geholt werden. Kommentare, AVZ, SB, der ganze Kram kann theoretisch wieder genutzt werden. Jedoch sollte man hier natürlich darauf achten nicht nur Billig-Links aufzubauen, sondern etwas intelligenter an die Sache gehen.

Nachteile

  • Hoher Zeit- /Geld-Aufwand
    Linkbuilding zur eigenen Seite nimmt schon genug Ressourcen in Anspruch und nun auch noch auf andere Seiten linken?
  • Ich stärke meine Konkurrenz
    Egal ob ich auf stern.de oder den Marktführer meiner Nische verlinke, ich stärke immer einen potenziellen Konkurrenten in den Top 10. Dies lässt sich verhindern indem ich die Seiten anlinke die mir zwar einen guten Link gebracht haben, aber mit meinen Hauptkeywords nicht ranken da sie das Thema nur am Rande behandeln (zB Artikel über das Oktoberfest und ein Link auf meine Dirndl-Seite)
  • Ich brauche solche Trusted-Links
    Die Methode macht keinen Sinn wenn ich noch keine Links von Trusted-Domains habe. Einfach jeden seiner Linkgeber anzulinken ist ein viel zu großer Aufwand.
  • Nicht Nachhaltig
    Ist diese Art von Linkbuilding wirklich nachhaltig? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Da man keine Kontrolle über die Linkgeber hat kann es natürlich passieren dass diese den Link zu mir entfernen, oder aber auch den gesamten Artikel oder die gesamte Domain wird abgeschaltet. In diesem Fall ist meine Arbeit umsonst gewesen bzw. hat nur kurzfristig Erfolg gehabt. Dies ist aber ein Risiko welches man im Linkbuilding immer eingehen muss, jeder Link kann theoretisch morgen verschwunden sein.

Fazit

Ich persönliche finde die Methode super als Ergänzung zum “normalen” Linkbuilding. Sie ist nichts Neues, jeder hat sowas schonmal gemacht, aber als echten Prozess in den eigenen Workflow einzubinden, daran haben wohl die wenigsten bisher gedacht. Und bis Google anfängt die eigene Seite abzustrafen weil in Ebene 1 oder 2 schlechte Links aufgebaut wurden wird sicherlich noch etwas dauern ;-)
Wichtig: Es ist kein Allheilmittel. Wenn ihr anfangt und eure Linkgeber (1. Ebene) zuzuspamen und jedem 50 SB, 50 Blog-Kommentare und 50 Forenlinks beschafft ist das Muster natürlich wieder recht einfach für Google und die Sache kann schief gehen.
Grundsätzlich muss selbstverständlich der Einsatz der Methode (wie bei jeder anderen auch) geprüft werden ob sie für die eigene Domain sinnvoll ist und ob es überhaupt vom Kosten- und Zeitaufwand möglich ist.