ManageWP – alle unter einem Dach

Dank Oliver Hauser habe ich von managewp.com erfahren. Um es kurz zu beschreiben, es ist ein großes Dashboard für alle deine WordPress Installationen.

Aktuell befindet sich der Service noch im (öffentlichen) Beta Test, diesen Monat soll es aber schon losgehen und dann muss auch bezahlt werden. Preise sind aber recht human denke ich, man beginnt bei $5 für 10 Blogs bis $50 für 500 Blogs, monatlich natürlich. Zwischenabstufungen soll es auch geben.

Was das Tool jetzt genau kann sieht man am besten in der kurzen Tour, daher verzichte ich auch auf Screenshots.. Inzwischen ist die Oberfläche schon ein Stück verändert, die wesentlichen Punkte sieht man aber.

Auf den ersten Blick sieht man die umfangreiche Schaltzentrale. Und der größte Vorteil des Tools ist sofort auszumachen: Ich kann Updates, Kommentare, Plugins, usw. direkt managen ohne mich in die einzelnen Dashboards einzuloggen. Dies erinnert an WPMU welches seit Version 3.0 ja im normalen WordPress vorhanden ist.

Vorteile WPMU

  • Eine Installation
  • Neue Blogs leicht zu erstellen
  • Updates mit wenigen Klicks auf allen Instanzen durchführbar
  • Pluginmanagement
  • Backup aller Instanzen in einem Schwung
  • Kostenlos

Nachteile WPMU

  • Ein Server (ist der down, ist alles down)
  • Recht schwierige Installation (sofern man mehrere IPs und Domains nutzt)
  • Footprint Server / Hoster

Vorteile manageWP

  • Einfache Installation (Plugin installieren und im Tool eintragen, fertig)
  • Updates mit einem(!) Klick auf allen Instanzen durchführbar
  • Leichtes Pluginmanagement (zB einen Blog fertigmachen und auf die anderen duplizieren)
  • Leichte Backups möglich (eigener Automatismus vorhanden)
  • Server und hosterunabhängig (versch. Hoster können gleichzeitig genutzt werden)

Nachteile manageWP

  • Plugin notwendig
  • Verwaltung über Drittanbieter (self-hosted Version verfügbar)
  • Kostenpflichtig

Fazit:

ManageWP erleichtert die täglichen Arbeiten wie Kommentare freischalten, Artikel posten oder das lästige Updaten extrem. Zudem bekomme ich zB auch Trafficzahlen angezeigt was evtl. diverse weitere Plugins überflüssig macht, je nachdem wie genau ich raufschauen will. Noch befindet es sich in der Beta, die aber schon recht gut ausgereift ist soweit ich es beurteilen kann.

Nutzen würde ich das Tool hauptsächlich für Netzwerke von Blogs bzw. die ganzen kleinen Blogs wo man eigentlich nicht jeden Tag reinschauen möchte. Mit 5 Minuten Aufwand am Morgen kann man hunderte Blogs administrieren. Ich kann meine Blogs in Gruppen einteilen um zB auch einzelne kleinere Netzwerke zu verwalten. Sehr schön übrigens die Ansicht der IPs auf welchen die einzelnen Blogs liegen, zu finden unter Options -> Settings.

Schaut euch das Ding einfach mal an. Bei bis zu 3 Blogs wird das System kostenlos bleiben, aktuell sind bis zu 100 möglich solange der Beta Test läuft.

5 comments on “ManageWP – alle unter einem Dach
  1. Markus says:

    Ich habe übrigens auf der Campixx davon erfahren, dass es bald ein deutsches Tool dieser Art geben wird, welches selfhosted ist, man also Herr seiner Daten bleibt. Details sind aber noch nicht bekannt.

  2. Julian says:

    Das wäre mal interessant. Bin prinzipiell voll zufrieden. Naja die Stats könnten besser sein, aber reicht für den groben Überblick. A-Portale packe ich da eh nicht rein.
    Bin gespannt was kommen wird

  3. Freetagger says:

    Ich habe jetzt noch von http://infinitewp.com/ gehört, habe aber bislang noch keins der beiden im Einsatz. Aber gerade jetzt bei WP 3.4 muss man wieder so viele Blogs aktualisieren. 🙁

  4. Julian says:

    InfiniteWP habe ich ebenfalls getestet. Leider kann das Tool bisher noch nicht wirklich viel. Updates kann es wie manageWP ebenfalls ruckzuck durchführen, aber die anderen Vorzüge (Auto-Backups, Artikel posten, Usersteuerung, grobe Trafficanzeige, etc) hat es leider nicht.

    Will man sich nur die Updates einfacher machen dann sollte infiniteWP ausreichen und ist vor allem kostenlos. Gerade bei 100+ Seiten gehts dann ja doch ins Geld bei manageWP 🙂

  5. Igor says:

    Ich nutze manageWP auch seit einiger Zeit. Ich finde es klasse, dass man Plugins für 50 Seiten mit einem Klick installieren kann und Plugins auch als Favoriten markieren kann. Wichtige Plugins können dann für neue Blogs ganz einfach, ohne großes Suchen, installiert werden.

    Jetzt kommt das ABER: Zur Veröffentlichung von Beiträgen ist manageWP ziemlich schlecht geeignet. Man kann weder Kategorien auswählen, noch kann man die URL anpassen. Statt dann einen Artikel als Entwurf in einen Blog einzustellen zu können, wird dieser direkt veröffentlicht. Erst dann kann man Kategorie, URL… anpassen 🙁 Außerdem funktionieren oft die Backups nicht. Will man z.B. die Backups auf Dropbox einspielen, so funktioniert es bei der ersten Seite, bei der zweiten Seite geht es nicht mehr. WTF? Habe den Support auf dieses Problem aufmerksam gemacht, doch leider gab es nur eine Standradantwort und es wurde auf den Endkunden abgeschoben.

    Kennt jemand eine gute Backup-Lösung? Habe diverse ausprobiert, aber noch keine vernünftige Lösung gefunden…